Kabel-Netzwerk

Wie schnell Daten durch das Netzwerk übermittelt werden, gibt die Datenrate in Megabit oder Kilobit pro Sekunde an. Für die höchsten Datenraten sorgt immer noch die Übertragung via Kabel in einem sogenannten Ethernet. Mit einem Fast-Ethernet, das 100 Megabit pro Sekunde erreicht, ist die Geschwindigkeit so hoch, wie es Funk-Netzwerke des aktuellen WLAN-Standards 11n nur bei optimalen Bedingungen und auf kürzester Distanz schaffen. Noch schneller geht es mit einem Gigabit-Ethernet. Die Kosten für ein Ethernet sind gering. Eine Fast-Ethernet-Schnittstelle haben sogar günstige PCs sowie Note- und Netbooks an Bord. Sofern es nicht im Lieferumfang des DSL-Routers enthalten ist, brauchen Sie nur noch ein entsprechendes Netzwerkkabel. Es gibt die Kabel in unterschiedlichen Qualitäten, von CAT-1 bis CAT-7. Zu empfehlen ist mindestens die Kategorie CAT-5. Über einen Switch lassen sich mehrere Computer indirekt miteinander verkabeln. Dieser ist meist in den Routern enthalten. Im Unterschied zu Funk-Netzwerken sind die klassischen Kabelnetze sehr sicher. Ohne direkten Zugriff können Unbefugte die Daten nicht abfangen. Den größten Installationsaufwand bereitet das Netzwerkkabel selbst. Zwar ist es recht einfach an Rechner und DSL-Router anzuschließen, es könnte aber zur Stolperfalle werden, wenn es frei in der Wohnung auf dem Boden liegt. Die steifen, sperrigen Kabel sind nicht leicht zu verlegen, und wegen der etwa zwölf Millimeter breiten Stecker müssen Nutzer grosse Löcher bohren, um eine Datenleitung von einem ins andere Zimmer zu legen.

Powerline

Sollte es nicht möglich oder zu umständlich sein, Rechner in andere Zimmer über Kabel oder Funk in das Netzwerk einzubinden, besteht die Möglichkeit für die Vernetzung über die Stromleitung. Die Technik dafür bezeichnen Anbieter als Powerline, Homeplug oder DLAN. Die Anforderungen zur Einrichtung einer solchen Verbindung sind niedrig, da Steckdosen und Stromkabel meist in jedem Raum vorhanden sind. Für jeden einzelnen Computer, der über die Powerline angeschlossen wird, benötigt Sie einen Adapter. Die Datenübertragung lässt sich mit der beiliegenden Software verschlüsseln. Die Datenraten können in der Praxis durchaus 60 Megabit pro Sekunde erreichen und damit auch hochauflösende Videos weiterleiten. Bei den Adaptern mit geringeren Raten reicht es zumindest zum Websurfen und Verteilen von Musikdaten.
Leider gibt es keinen festen Powerline-Standard. Die unterschiedlichen Formate sind zueinander oft nicht kompatibel. Deshalb empfehlen wir Ihnen, die Powerline-Ausstattung von nur einem Hersteller zu kaufen.

Funk-Netzwerk

Wegen der flexiblen Nutzung bietet ein Funk-Netzwerk mehr Komfort als die kabelgebundenen. Wer einen PC oder ein älteres Notebook nutzt, braucht noch einen USB-Stick für WLAN. Bei den aktuellen Notebook- und Tablet-Modellen sowie bei den Mini-PCs ist ein WLAN-Modul bereits eingebaut. Die Rechweite des WLAN beträgt ca. 50m. Wer keine Kabel mühsam hinter Möbeln oder in Kabelschächten verlegen möchte, kann mit einem Repeater oder dem Wireless Distribution System (WDS) die Reichweite des Funknetzes erhöhen. Der Repeater dient der WLAN-Erweiterung und lässt sich zwischen DSL-Router und PC schalten.